Zunftbaum am Marktplatz in Milspe wieder komplett bestückt.

 

Der Zunftbaum am Milsper Marktplatz konnte rechtzeitig zur Stadtfete wieder komplett bestückt werden.

Das im März 2014 abhanden gekommene Schild mit dem Pferdekarren hängt seit dem 18.09.2014 wieder an seinem angestammten Platz.

Der Heimatverein Ennepetal-Milspe e.V. bedankt sich bei den Firmen Karosseriebau Ralf Düllmann und Maler Horst Brakelsberg für deren Unterstützung.
Wir hoffen, dass der Zunftbaum dieses Mal länger von Vandalismus verschont bleibt.

 

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Die Schilder des Zunftbaumes wurden restauriert!

Die Schilder des Zunftbaumes hatten doch sehr unter der Witterung gelitten.

Mit Hilfe der Firmen Karosseriebau Ralf Düllmann und Maler Horst Brakelsberg konnten die Schilder restauriert werden.

Die meisten Schilder des Zunftbaumes wurden am 28.05.2013 dank der Stadtbetriebe Ennepetal bereits wieder aufgehängt.

Das letzte Schild des Zunftbaumes wurde im Rahmens des Internationalen Freundschaftsfestes am 16. Juni 2013 öffentlich durch Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen und dem 1. Vorsitzenden des Heimatvereines, Theo Bicking, am Baum befestigt.

                                       Foto: Enzo Magliocco

 

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Geschichte des Zunftbaumes

 

Irgendwann im Jahre 2007 wirft der Vorsitzende Theo Bicking auf einer Vorstandssitzung die Frage in den Raum, ob der Heimatverein Milspe nicht auch einen Maibaum erstellen solle. In der Diskussion darüber meinte Willi Schlottmann, dass die Bestückung aber nicht die üblichen Schilder, sondern heimatkundliche Motive darstellen sollten. Er schlug vor, ein paar Muster zu fertigen.

 


Willi Schlottmann in seiner Werkstatt

 

Zunächst auf Papier aufgezeichnet und dann auf etwa 1,0 Meter hohe Aluminiumbleche übertragen, entstanden die ersten Schilder im Rohbau. Auf einer Vorstandssitzung im Oktober 2007 präsentierte er dem Vorstand seine Vorstellungen und dieser gab grünes Licht für die Ausführung.

 


Die erste Mustertafel stellte Willi Schlottmann
dem Vorstand im Oktober 2007 vor.

 

Rolf Fedeler fertigte die ersten Skizzen des Maibaumes, um überhaupt erst einmal eine Vorstellung der Größenordnung zu bekommen. Die statischen Grundlagen für die Aufstellung erstellte der Statiker Dietrich Drewnick aus Ennepetal. So entstanden im Laufe der Zeit 13 Motive, die von Willi Schlottmann in der Zeit etwa eines halben Jahres nicht nur in mühevoller Handarbeit ausgesägt wurden, sondern später dann auch noch rustikal bemalt wurden. Ein zum Schluss aufgetragener Bootslack schützt die Tafeln vor Witterungseinflüssen. Durchhalten ließen ihn die ermunternden Worte verschiedener Vorstandsmitglieder und Heimatfreunde, denen die bereits fertigen Tafeln auf der Mitgliederversammlung im März 2008 gezeigt wurden. Das Material für die Tafeln spendeten dankenswerterweise die Firmen Bauschlosserei Machelett & Wehnert, Gebrüder Born Werkzeuge und Bedachungen Alberts. Die Ausführung des Baumes, seit April des Jahres 2008 wurde er Zunftbaum genannt, wurde der Bauschlosserei Machelett & Wehnert aus Ennepetal übertragen. Als Standort war die neue Fußgängerzone angedacht, weil hier ja sowieso Straßenbauarbeiten durchgeführt wurden. Der Vorsitzende Theo Bicking unterbreitete den entsprechenden Institutionen der Stadt Ennepetal die Vorschläge des Heimatvereins. Diese signalisierte auch ihr Einverständnis und schlug vor, den Zunftbaum im Bereich des Einganges zum Ringkaufhaus aufzustellen und diese Aktion in die Feierlichkeiten zur Eröffnung der Fußgängerzone zu legen. So wurde am 5. September 2008 der Zunftbaum in Anwesenheit der Vorstandsmitglieder sowie vieler Schaulustiger, zunächst ohne den Schilderschmuck, von der Firma Machelett & Wehnert montiert.

 


Der Zunftbaum wird aufgestellt.

 

Am 20. September war es dann soweit. Die Schilder lagen bereit und der Hubwagen stand in Position. Die Vorstandsmitglieder waren anwesend und im Laufe der Zeit sammelte sich eine Menge Schaulustiger im Bereich des Zunftbaumes an. Der Ennepetaler Filmemacher Horst Groth bereitete seine Aufnahmegerätschaften vor und machte die ersten Probeeinstellungen. Punkt elf Uhr ging es dann los. Der Vorsitzende des Heimatvereins, Theo Bicking, und Bürgermeister Michael Eckhard begrüßten die Versammelten. Sie bedankten sich bei allen, die tatkräftig an der Entstehung des Zunftbaumes mitgewirkt hatten.

 


Grußworte des Heimatvereinsvorsitzenden Theo Bicking . . .


. . . und des Bürgermeistesr der Stadt Ennepetal.

 

Danach wurden zuerst Michael Eckhard und Theo Bicking aufgehievt, um das Stadtwappen und das Landeswappen aufzuhängen. Diese Tafeln wurden von Horst Brakelsberg aus Ennepetal gefertigt.

 


Stadt- und Landeswappen hängen.

 

Beim Wiederabstieg überbrachte der Vorsitzende des Heimatvereins Voerde, Manfred Michalko, die Grüße der Voerder. Natürlich hatte er eine Pulle Hochprozentiges dabei, womit bei einem "Krut Voerde" kräftig angestoßen wurde.

 


Anstoßen mit einem "Krut Voerde"


Danach wurde Willi Schlottmann in die Höhe gehoben, um einige seiner Kunstwerke zu installieren. Während auch weitere Vorstandsmitglieder Schilder aufhängten, überbrachte der Vorsitzende des Heimatverein Rüggeberg, Werner Balke, Grüße des Höhendorfes.

 


Werner Balke vom Heimatverein Rüggeberg bei seinen gedichteten Grußworten.

 

Zwischenzeitlich wurden alle Initiatoren des Werkes vorgestellt und Dankesworte ausgesprochen. Nachdem alle Schilder aufgehängt waren, diese Veranstaltung somit zu Ende war, verteilte sich die Menschenmenge auf die übrige Fußgängerzone, die ja im eigentlichen Interesse der heutigen Veranstaltungen stand, denn nach einer langen Umbauphase wurde sie heute wieder eröffnet. Die Mitglieder des Heimatvereinsvorstandes waren noch zu vielen Fragen, den Heimatverein betreffend, am Infostand anwesend.

 

 

Der fertige Zunftbaum

Text und Fotos: Günter Schröder
 
 

Die Motive wurden in Handarbeit von unserem Ehrenmitglied Willi Schlottmann entworfen und hergestellt.


Die einzelnen Motive sind:

1. Ennepetaler Wappen
2. Westfalenwappen
3. Schleifstein mit Fußantrieb
4. Im Ennepe- und Heilenbecker Tal konnte man früher allerorten den Klang des Schmiedehammers hören
5./6. Der Brunnen. Noch vor 70 Jahren hat die Hausfrau das Wasser von Hand hochgekurbelt.
7. Der Blasebalg wurde mit Händen und Füßen betätigt, um das Feuer des Schmiedes aufzuheizen und das Eisenerz zum Glühen zu bringen.
8. Das Pferdefuhrwerk war vor hundert Jahren noch das einzige Transportmittel neben der Bahn.
9. Der Feilenhauer erstellte Feilen in Handarbeit.
10. So verlässt der Besucher die Kluterthöhle.
11. Motiv der Kluterthöhlen-Sage.
12. Der Gießer. In Ennepetal gab und gibt es noch etliche Eisen- und Metallgießereien.
13. Der Bauer. Pflüge wurden durch Zugtiere fortbewegt und dienten dazu, den Boden 
umzuwerfen und aufzulockern.