Anwohner in Schemmstraße unzufrieden

20.05.2017 11:56

Trotz bereits erfolgter Maßnahmen zur Beruhigung des Verkehrs beklagen einige Anwohner der Schemmstraße, dass vor ihrer Haustür auch nach Aufstellung der Tempo-30-Schilder gerast werde. Doch ihren Vorschlag, an den Verengungen die Regelung umzukehren und den in Richtung Esbecker Straße fahrenden Fahrzeugen Vorrang zu gewähren, bewerten Stadt und Polizei als nicht umsetzbar.

Im Jahr 2015 hatten mehrere Anwohner der Schemm- und der Schulstraße einen Bürgerantrag gestellt, in dem sie auf eine Verkehrsberuhigung in dem Bereich drängten. Daraufhin hatte die Politik beschlossen, an der Schulstraße sowie an der Schemmstraße nach der Einmündung Felsenstraße und am Beginn der Leitplanken in Richtung Neustraße Fahrbahnverengungen einzurichten.

Man erkenne die Bemühungen an, erklärt Anwohner Peter Studberg. Doch gemeinsam mit Nachbarn ist er der Meinung, dass immer noch zu schnell gefahren werde. Daher habe er vorgeschlagen, die Schilder an den Engpässen einfach umzudrehen. Momentan hätten die Fahrzeuge von der Schulstraße aus durchgängig freie Fahrt (weißer Pfeil), die von der Neustraße kommenden Fahrer müssten warten (roter Pfeil). Kehre man dies auf der Schemmstraße um, werde der Verkehr gebremst.

Geschwindigkeitsmessung

Der Vorschlag sei nicht umsetzbar, erklärt Stephan Langhard, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste und Stadtentwicklung. Die Kreispolizeibehörde weise darauf hin, dass bei Änderung der Vorrangregelung an der Einmündung Fuhr-/Körnerstraße ein Rückstau entstehen könne. Aufgrund der Topographie sei der Bereich nicht gut einsehbar. „Deshalb wird jede noch so gut gemeinte Initiative auf Granit beißen“, so Langhard. Nicht zuletzt hätten Geschwindigkeitsmessungen nach Einbau der Verengungen einen Rückgang der gemessenen Geschwindigkeiten im Vergleich zur Situation vorher ergeben. „In dem Bereich sind alle Maßnahmen ausgereizt“, so Langhard. Im unteren Bereich der Schemmstraße muss sich die Stadt aufgrund des dort bevorstehenden Kindergartenneubaus noch etwas einfallen lassen, um An- und Abfahrt der Eltern zu regeln. Das werde aber hinsichtlich der Verkersregelung keine Auswirkungen auf den oberen Bereich und die Schulstraße haben, so Langhard.

 

Text aus WR vom 20.05.2017 (Hartmut Breyer).