Entscheidung zur Öffnung der FUZO

11.01.2018 09:44

Die Entscheidung darüber, ob und in welcher Form die Fußgängerzone Voerder Straße für den Verkehr geöffnet wird, soll vor der Sommerpause fallen. Das erklärte der Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung und Bürgerdienste, Stephan Langhard.

Bürgermeisterin Imke Heymann hatte es in der letzten Ratssitzung des vergangenen Jahres angekündigt. In der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung am 6. Februar, werde man die ausgearbeiteten Varianten für die Fußgängerzone vorstellen, um drei Lösungsmöglichkeiten auszuwählen, die dann näher betrachtet werden. Stephan Langhard konkretisiert: Der Ausschuss solle nun zunächst entscheiden, ob die Verwaltung weiter an einer möglichen Öffnung der Fußgängerzone für den Fahrzeugverkehr arbeiten soll. Das beauftragte Büro habe nach Verkehrsuntersuchungen etwa 15 mögliche Varianten ermittelt. „Wir haben auf Basis einer Bewertungsmatrix die drei unserer Auffassung nach am besten geeigneten ausgesucht, die wir genauer vorstellen werden.“

Belag für Belastung geeignet

Die Politiker sollen darüber hinaus die Möglichkeit erhalten, ein oder zwei weitere Varianten genauer auf deren Umsetzbarkeit beleuchten zu lassen. Gibt der Ausschuss den Auftrag, die Planungen weiterzuführen, solle spätestens vor den Sommerferien, so Langhards Vorstellung, die grundsätzliche Entscheidung, ob die Fußgängerzone geöffnet wird, fallen. Spricht sich die Politik dafür aus, soll zugleich die favorisierte Variante beschlossen werden.

Wann bei einem Beschluss für die Öffnung dann tatsächlich die ersten Fahrzeuge wieder durch die Voerder Straße rollen könnten, hänge davon ab, welche Variante umgesetzt würde. Neben den formalen Akten wie der Änderung des Bebauungsplans und der Widmung der Straße müsste im einfachsten Fall prinzipiell nur die Beschilderung angepasst werden, so Langhard. Seien bauliche Maßnahmen erforderlich, würde eine Öffnung wohl erst 2019 erfolgen können. Langhard betonte auf Nachfrage, dass der Belag der Fußgängerzone für ein höheres Verkehrsaufkommen geeignet sei. Beim Bau der im September 2008 eröffneten FuZo habe man für einen entsprechenden Unterbau und robuste Pflastersteine gesorgt.

Neben dem viel und kontrovers diskutierten Thema Fußgängerzone steht für die Innenstadt in den kommenden Monaten noch mehr auf der Agenda der Stadt. Zunächst wird am 1. Februar der Innenstadtmanager, der Gevelsberger Steffen Jeschke, seinen Dienst – als Angestellter der Händler- und Dienstleisterinitiative „My City“ – aufnehmen. Die Einrichtung dieser Stelle zählt zu den im ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) enthaltenen Maßnahmen.

Fassaden- und Hofflächenprogramm

Eines der ersten Projekte des Innenstadtmanagers könnte das Fassaden- und Hofflächenprogramm für die Innenstadt sein. Es stünden Landesmittel für die Verschönerung von Fassaden und Hinterhöfe zur Verfügung, erklärt Stephan Langhard. Dafür müsse man zunächst die Kriterien entwickeln, wer sich bewerben könne und in welcher Höhe Zuschüsse gewährt werden könnten. Darüber müsse die Politik auch noch entscheiden.

Eine weitere Maßnahme aus dem ISEK, die in diesem Jahr noch umgesetzt werden soll, ist die Neugestaltung des Vorplatzes der Kluterthöhle.


Text aus WR vom 11.01.2018 (Hartmut Breyer).

 Foto aus WR vom 11.01.2018.