Heimatabend in Voerde am 10.11.2017

13.11.2017 10:15

Das ist Voerde, wie es lebt und lacht: Es hört Plattdeutsch aus Kindermund, es lacht über Sketche, bestaunt, was die Turngemeinde an Talenten hat, freut sich über Musicals und schwebt in der Welt der guten Gefühle, des Schlagers.

Es war am Freitagabend in der Aula der Ev. Stiftung Lohernocken schon nach 23 Uhr, als Jürgen Renfordt das offizielle Programm des Heimatabends beendete. Er hatte zuvor die Schlagerpalette rauf und runter gesungen und die Voerder ins Schunkeln gebracht. Renfordts Oldies wie „17 Jahr, blondes Haar“ ließen den rappelvollen Saal mitsingen. Dabei war der Schlagersänger und WDR 4-Moderator „nur“ Ersatz. Eigentlich sollten die „Los Spektakolos“ das Publikum verzaubern, aber nur wenige Stunden vor dem Heimatabend kam die Absage wegen Erkrankungen. Jürgen Renfordt sprang ein. Er war schon einmal beim Heimatabend zu Gast und lernte die Voerder schätzen.

Wie immer begrüßten Hans Martin Heimhardt, der erste Vorsitzende, und Robert Dörnen, der zweite Vorsitzende des Heimatvereins Voerde, gemeinsam die Gäste. Sie führten auch mit launigen Worten durch das umfangreiche Programm. Wenig später stürmten Jungen und Mädchen der Grundschule Altenvoerde die Bühne und sangen auf Plattdeutsch „In Voerde ist der Teufel los!“ Dann wurde es lustig. Sie spielten den Zappelphilipp – natürlich in plattdeutscher Sprache. Die Ehrennachtwächterin Friedel Hillner hatte das Stück aus dem Hochdeutschen ins Plattdeutsche übersetzt. Riesen-Beifall für die Kinder, für die Lehrerinnen Steinbrink und Stubenvoll und für Friedel Hillner, die schon seit Jahren Jungen und Mädchen der Grundschule mit dem Plattdeutschen vertraut macht.

Als der Grünkohl mit Wurst und Kassler gemundet hatte und der Kräuterschnaps „Krut Voerde“ als Nachtisch serviert war, ging es weiter mit einem plattdeutschen Sketch unter dem Titel „Am Kiosk“ und Erich Ott als Zeitungsverkäufer im Gespräch mit dem Kunden Ernst-August Hübner. Erich Ott hatte auch das Stück geschrieben.

Zum ersten Male beim Heimatabend trat auch ein Fuchs auf. Im Fuchskostüm stand Helmut Schulte und erzählte mal kritisch, mal lobend und in Versform die Begebenheiten in der Kommunalpolitik. Eine Kostprobe aus dem Programm 2018 zeigte das Theater Flick-Flack“ aus Schwelm.

Tänzchen mit Ehrennachtwächterin

Dessen Leiterin Sabine Masmeier-Wegemann kündigte „Marilyn – das Broadway Musical“ an und schon wirbelten junge Leute über die Bühne, sangen, tanzten und rockten. Karsten Weigel von der Ev. Stiftung Lohernocken schickte seine Jongleurgruppe mit einem völlig neuen Programm auf die Bühne. Das Spiel mit Bällen, Seilen, alles in einem zauberhaften Licht, faszinierte das Publikum. Die Turngemeinde Voerde war diesmal auch dabei. Junge Turnerinnen zeigten, was auf dem Turnboden so los ist. Sie und die Leiterin Anke Althoetmar-Rümenapf erhielten Beifall des Publikums und Dank vom Heimatverein. Was gab es noch: Vorsitzender Hans Martin Heimhardt stand mit „sonderbaren Gestalten“ auf der Bühne, mit dem Schnabelschuh tragenden Hasper Kirmesbauer und der Hasper Symbolfigur, dem „Iämpeströter“ (Ennepesträsser). Als später Renfordt sang, wagten der Kirmesbauer und die Ehrennachtwächterin Friedel Hillner ein Tänzchen vor der Bühne. Zu dieser späten Zeit schwelgten die Besucher schon in Hochstimmung. Wie immer beim Heimatabend wurde für die Evangelischen Stiftung Loher Nocken gesammelt. 2150 Euro kamen zusammen. 1605 Euro hatten die Besucher gespendet, weitere Spenden kamen hinzu, und die Sparkasse rundete großzügig auf.

Spenden an Stiftung Loher Nocken

So überreichten auf der Bühne die Sparkassenchefs Bodo Bongen und Uwe Volkmer im Beisein der Heimatvereins-Vorständler Hans Martin Heimhardt, Robert Dörnen und Matthias Wutzke die Spende an Stiftungs-Leiter Dr. Thomas Trapper. Die Verwendung: Für die Grundschulkinder der Heimschule am Loher Nocken soll ein Außenspielgerät angeschafft werden. Auch nach dem Programm ging es fröhlich weiter. Bis weit nach Mitternacht. „Wir freuen uns riesig“, hatten Heimhardt und Dörnen zu Beginn des Heimatabends gesagt. Fazit nach vielen Stunden Pogramm: das Publikum freute sich mit.

Text aus WR vom 13.11.2017 (Hans-Jochem Schulte).


 Foto aus WR vom 13.11.2017 (Hans-Jochem Schulte)

 

 Bild aus WR vom 13.11.2017