Neue Feuerwache Voerde erst im März 2018 fertig

03.08.2017 10:09

In Verzug geraten ist der Neubau der Feuerwache Voerde. Nicht im Dezember, sondern voraussichtlich erst im März 2018 kann das neue Gerätehaus am Friedhofsweg bezogen werden. Teurer soll die Maßnahme trotz der dreimonatigen Verspätung nicht werden. Das Gesamtbudget liegt weiterhin bei 1,624 Millionen Euro.

Verantwortlich für die Verzögerung sei eine Reihe von Gründen, wie es von der Stadtverwaltung heißt. Vor allem die Bodenentsorgung sei komplizierter gewesen als zuvor geplant, und auch mit den „Rohbauarbeiten sei zögerlich begonnen worden“, wie Stadtsprecher Hans-Günther Adrian erklärt.

Zweiter Winter bei Febi

Im Januar wurde mit dem Abriss des maroden Gebäudes begonnen. Einzig der Anbau von 1981 blieb aus baurechtlichen Gründen stehen und wird zukünftig als Lager genutzt. Noch im Mai berichtete der Stadtbetriebe-Vorsitzende Joachim Hübner, dass in Voerde alles nach Plan liefe. Im Ausschuss für Feuerwehr- und Ordnungswesen erklärte er, dass es bisher keine Anzeichen für Überraschungen gebe.

Die Feuerwehr nimmt die neue Nachricht gelassen auf. „Wir haben uns als Feuerwehr von Anfang an auf eine mögliche Verzögerung eingestellt“, erklärte Feuerwehrchef Frank Schacht. Schließlich handle es sich um eine große Baumaßnahme. „Wir sind zwar nicht erfreut, können damit aber leben“, so Schacht. Die Stadt habe die Wehr frühzeitig informiert und auch über die Gründe aufgeklärt. „Jetzt hoffen wir, dass die neue Feuerwache Ende des ersten Quartals 2018, Anfang des zweiten bezugsfertig ist.“

Für die Aktiven des Löschzuges Voerde bedeutet das, dass sie sich auf einen zweiten Winter bei Febi Bilstein einstellen müssen. Im Januar haben sie dort ihr Übergangsquartier bezogen. Der Zeltkomplex, in dem die Feuerwehrfahrzeuge untergebracht sind, steht hinter dem Febi-Logistik-Center (wir berichteten).

Außerdem stellt das Unternehmen Räume zur Verfügung, in denen die Kameraden der Voerder Wehr ihre Ausrüstung lagern und die sie als Umkleide nutzen können. Am Friedhofsweg war kein Platz und der Standort bei Febi habe aus Brandschutzsicht eine gute Lage, wie Stadt und Feuerwehr im Vorfeld erklärten.

Die Netto-Nutzfläche der neuen Feuerwache wird 590 Quadratmeter umfassen, das Innere viel moderner ausgestattet sein und vor allem ausreichend Platz bieten, was bei der alten Feuerwache schon lange nicht mehr der Fall war. Das neue Gebäude wird ein Pultdach haben, die Fassade soll sich durch die Gestaltung mit Schiefer an das Ortsbild in Voerde anpassen, und aus zwei Etagen bestehen. Unten werden die Fahrzeuge untergebracht, darüber befinden sich die Gruppen-, Schulungs-, Sanitär- und Umkleideräume.

Wer in diesen Tagen an der Baustelle vorbeikommt, erhält bereits einen guten Eindruck davon, wie sich die neue Wache einmal präsentieren wird. Auch Frank Schacht war kürzlich am Friedhofsweg. Man könne sehen, dass der Bau trotz allem voran geht. „Ich bin mir sicher, dass am Ende was Gutes bei rauskommt.“

Text aus WR vom 03.08.2017 (Carmen Tomaschewski).

 

Bilder aus WR vom 03.08.2017.