Parkzeitenregelung an der Friedenshöhe

10.07.2017 12:16

Wenn nach den Sommerferien ab Ende August Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs im Gebäude der jetzt ehemaligen Hauptschule Friedenshöhe unterrichtet werden, dann sind es nur Vollzeitschüler. Es sind etwa 450 bis 500 junge Leute, hauptsächlich im Alter von 16 bis 18 Jahren, die in der Zeit von 08:00 Uhr bis 15:10 Uhr – die meisten allerdings nur bis 13:00 Uhr – in der Schule sind. Das teilte Josef Schulte von der Schulleitung des Berufskollegs in einer Informationsveranstaltung für Anlieger mit. Bewohner aus der Nachbarschaft der Schule befürchten zugeparkte Straßen und somit ein Verkehrschaos. Damit es nicht dazu kommt, legte die Stadtverwaltung, in der Versammlung, vertreten durch Bürgermeisterin Imke Heymann, den Ersten Beigeordneten Dieter Kaltenbach, den Fachbereichsleiter Stephan Langhard und der Verkehrsexpertin vom Ordnungsamt, Heidemarie Hoffmeier-Grüner, geplante Maßnahmen vor.

Montags bis freitags 07.30 Uhr bis 16:00 Uhr

So wird es zu Beginn des neuen Schuljahres in den Straßen Friedenshöhe, Eichendorffstraße, Heinrich-Heine-Straße, Fritz-Reuter-Straße, Rottenberg, Julius-Bangert-Straße, Ewald-Oberhaus-Straße (und hinzugenommen wurde in der Versammlung noch die Leibnizstraße) von montags bis freitags in der Zeit von 07.30 Uhr bis 16:00 Uhr eine Parkscheibenregelung mit der Höchstparkdauer von zwei Stunden geben. Ausgenommen davon sind die Bewohner dieser Straßen, wenn sie einen Bewohner-Parkausweis besitzen. Anträge gab es nach der Versammlung und gibt es im Rathaus an der Bismarckstraße (Abteilung Allgemeine Bürgerdienste). Für die Ausstellung des Ausweises werden keine Gebühren erhoben, ausgenommen bei Verlust.

Den Ausweis erhalten Bewohner, die in der Parkzone wohnen und mit Hauptwohnung gemeldet sind. Sie müssen Halterin oder Halter des angegebenen Kraftfahrzeugs sein oder dieses dauerhaft nutzen. Wichtig: Ihnen darf keine Garage oder Abstellplatz zur Verfügung stehen. Dies führte zu Unmut in der Versammlung, da wohl einige ihre Garagen für andere Zwecke nutzen und nicht für das Abstellen der Autos. Auch seien bei älteren Häusern Garagen zu klein, um dort die im Laufe der Jahre größer gewordenen Pkw abstellen zu können. Die Stadtverwaltung versprach eine Einzelprüfung.

Die mit dem Auto kommenden Schüler sollen weiterhin auf dem Parkplatz an den Berufsbildenden Schulen (Wilhelmshöher Straße) parken und von dort zu Fuß zur Friedenshöhe gehen. Bürgermeisterin Imke Heymann: „Wir werden die Parkscheibenregelung stark kontrollieren.“ Sie geht davon aus, dass sich in wenigen Tagen alles eingespielt hat. „Wer mehrmals ein Knöllchen bekommt, der wird da nicht mehr sein Auto abstellen“, ist sie sich sicher.

Arbeiten sollen 2020 beendet sein

Daniel Wieneke, Kämmerer der Kreisverwaltung, schilderte noch einmal den Hauptgrund, warum das vom EN-Kreis getragene Berufskolleg von Grund auf in mehreren Bauabschnitten saniert werden muss: „Es sind Brandschutzauflagen, die wir erfüllen müssen.“ Wenn alles gut gehe, dann seien im Jahr 2020 die Arbeiten abgeschlossen.

In der Bürgerversammlung am Samstag hörten die Vertreter der Stadt weitere Sorgen der Anwohner. Es würde allgemein zu schnell gefahren, und in manchen Straßen sei es eng durch parkende Fahrzeuge. Es wurde nicht zukletzt befürchtet, dass große Feuerwehrfahrzeuge keine Chance hätten, durch die Leibnizstraße zu kommen. Die Bürgermeisterin versprach, das überprüfen zu lassen und eventuell in solchen Bereichen Parkverbote einzurichten. Zum Wunsch nach Tempo 30 sagte Heidemarie Hoffmeier-Grüner: „Wir sind schon mitten in der Prüfung.“

Text aus WR vom 10.07.2017 (Hans Jochem Schulte).

 Bilder aus WR vom 10.07.2017