Wappenweg am Brauker Hammer hergerichtet

05.08.2017 12:20

 „Vorsicht Rutschgefahr“ ist mit großen Buchstaben auf einen Baum kurz vor dem steilen Aufstieg am Brauker Hammer zu lesen. Dort, wo der Wappenweg in Richtung Peddenöde führt, und für Wanderer oftmals eine unüberwindbare Hürde darstellte. Statt Schlamm, Baumstämmen und Eisschichten gibt es von nun an Treppenstufen, einen Handlauf und ein kurzes geschottertes Stück. Der Gefahrenhinweis ist damit hinfällig geworden Dank der AG Wandern – pünktlich zum Bürgermeisterwandertag am 27. August.

„Wir haben in der Vergangenheit viele Beschwerden über diesen Bereich erhalten“, erklärt Horst Winkel von der AG Wandern. Er und seine sechs Mitstreiter kümmern sich darum, die Schwachstellen der Ennepetaler Wanderwege zu beseitigen. Der Brauker Hammer stand ganz oben auf der Mängelliste.

Teilstück oft gesperrt

Im Winter sei das Hangwasser zu einer 40 bis 50 Zentimeter dicken Eisschicht geworden, nicht selten musste der Teil des Wappenweges gesperrt werden. Jetzt sorgen 24 Stufen für eine sichere Passage und 70 Meter Handlauf als Absturzsicherung. „Alles Handarbeit“, erklärt der Garten- und Landschaftsgärtner Thomas Rummenhöller, der direkt nebenan sein Grundstück hat und in Zusammenarbeit mit den Stadtbetrieben die Strecke entschärfte. Erde wurde abgetragen, Fundamente für den Handlauf gegossen, Schotter, Splitt und Rasengittersteine befestigt.

Zwei Wochen haben die Arbeiten gedauert, etwa 7500 Euro hat die Maßnahme gekostet. Der Anstoß dazu kam von der AG Wandern, das Geld stammt aus dem Budget der Kluterthöhlen und Freizeit GmbH. Gemeinsam sollen auch die anderen Stolperfallen in der Stadt beseitigt werden. Und das so naturnah wie möglich, so die Vorgabe. Auch im weiteren Verlauf des Wappenweges gibt es Engpässe, die sollen nach und nach an die Reihe kommen.

SGV zeichnet Wege aus

Die Maßnahme am Brauker Hammer kommt bei den Wanderern an, glaubt Thomas Rummenhöller und erzählt. „Wenn ich im Garten sitze, wenige Meter vom Aufgang enfernt, dann höre ich oft, wie Wanderer verwundert über die Treppe sind und sich freuen.“ Das hat sich auch rumgesprochen. Mittlerweile wird der Bereich wieder mehr genutzt, weiß Horst Winkel.

56 Kilometer ist der Wappenweg lang und führt rund um Ennepetal. Damit niemand unterwegs die Orientierung verliert, kümmert sich der SGV Ennepetal darum, dass alle Wege entsprechend ausgezeichnet sind. Das Zeichen für den Wappenweg ist ein stilisiertes Stadtwappensymbol. „Wir zeichnen die Markierungen auch immer wieder nach“, erklärt Maria Jordan, die auch bei der AG Wandern Mitglied ist, jetzt aber im Namen des SGV spricht. Der Verein kümmert sich übrigens um die Auszeichnung aller Wanderwege im Stadtgebiet. Nur noch eine Sache gibt es am Brauker Hammer zu tun. „Vorsicht Rutschgefahr“ kann jetzt getrost überpinselt werden.

Text aus WR vom 05.08.2017 (Carmen Tomaschewski).

 Fotos aus WR vom 05.08.2017.