Wieder Theater im Haus Ennepetal

09.08.2017 11:17

Im Haus Ennepetal wird es ab September wieder regelmäßig Theater geben. Das „KS Theater Wuppertal“ nimmt dort eine Gastspielstätte in Betrieb. Möglichst an einem Wochenende pro Monat sollen dort die Produktionen des auf Komödien spezialisierten Ensembles zu sehen sein. Damit wird in Ennepetal zumindest teilweise die Lücke geschlossen, die der Wegzug des Leo Theaters zur Jahresmitte nach Schwelm ins Ibach-Haus hinterlassen hat.

Hinter dem KS Theater steht der Schauspieler und Regisseur Kristof Stößel. Seit 2008 stellt er mit seiner Firma „KS Entertainment“ Theaterproduktionen in Wuppertal und in ganz Deutschland auf die Beine. Vor vier Jahren rief er das „Theater im Tanzhaus“ in Unterbarmen ins Leben. „Die Spielstätte können wir leider nicht mehr nutzen“, erklärt Stößel. Das Haus gehöre der IG Metall, die die Räume künftig selber nutzen wolle. Daher habe man im Umkreis nach Spielstätten gesucht. Mit dem Bürgersaal in Gruiten und dem Haus Ennepetal sei man fündig geworden.

Überwiegend Profis

Inzwischen fand das Theater doch noch in Wuppertal eine neue Heimat, mit der „Komödie Wuppertal“ am Karlsplatz in Elberfeld. Ennepetal und Gruiten sollen dennoch feste Gastspielstätten werden. „Unser Ensemble besteht zu 95 Prozent aus Profi-Schauspielern“, erklärt Stößel. „Daher versuchen wir, so oft wie möglich zu spielen, damit es sich für die auch lohnt.“

Der höhere Anteil an Profis ist ein Unterschied zum Leo Theater, das von Ende 2013 bis Mitte dieses Jahres im Haus Ennepetal seinen festen Sitz hatte. Daneben gibt es neben den Wurzeln in Wuppertal einige Parallelen beider Theater. „Wir konzentrieren uns auch hauptsächlich auf Komödien“, so Kristof Stößel. Dabei setze man vornehmlich auf Stücke mit Tiefgang und inszeniere auch neuere, moderne Komödien. Darüber hinaus betont der Theaterchef: „Unsere Besucher schätzen die Nähe zu den Schauspielern und unsere Qualität, da wir ein freies Theater mit Profischauspielern sind.“

Dass das Haus Ennepetal abgerissen werden soll, stellt für Kristof Stößel kein Problem dar. „Als wir die ersten Gespräche geführt haben, war das noch nicht klar.“ Doch nachdem die Entscheidung getroffen worden sei, das Haus – voraussichtlich 2021 – abzureißen, habe das keinen Einfluss mehr gehabt. „Zum einen ist bis 2021 noch einige Zeit“, so Stößel, „zum anderen ist es für uns ja nur ein Gastspielhaus und keine feste Stätte.“ Daher könne man für die Zeit, in der ein neues Veranstaltungszentrum gebaut wird (Fertigstellung soll 2023 sein), pausieren.

„Bei uns hat Kristof Stößel offenen Türen eingerannt“, erklärt Florian Englert, Geschäftsführer der Kluterthöhle und Freizeit GmbH & Co. KG, die das Haus Ennepetal betreibt. Mit dem Weggang des Leo Theaters sei für Ennepetal auf kulturellem Gebiet etwas verloren gegangen. „Wir haben geguckt, wie wir die Lücke füllen können“, so Englert. Da habe die Anfrage aus Wuppertal genau gepasst.

Mehrere Termine für 2018 gebucht

Gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Saskia Lippmann besuchte Englert eine Vorstellung in Wuppertal. „Wir wollen eine gewisse Qualität bei uns etablieren“, erklärt er. Die Aufführung von „Bei Hitze wird es wenigstens nicht kalt“ (das Stück wird nun auch das erste in Ennepetal sein) habe sie begeistert. Nun wolle man sehen, wie die Gastspiele angenommen werden und das Angebot dementsprechend gestalten, so Englert. Das KS Theater habe für 2018 schon mehrere Termine im Haus gebucht.

Text aus WR vom 09.08.2017 (Hartmut Breyer).

 

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 Bilder aus WR vom 09.08.2017.