Heimatvereine existieren jede Menge in unserem Land. Trotzdem fragen sich manche Zeitgenossen, was das eigentlich sein soll.

Heimat ist ein Grundbedürfnis aller Menschen. Zugleich gibt es den Begriff "Heimat" so nur im Deutschen. Er ist nicht ohne Weiters übersetzbar. So titelt denn auch ein Buch im englischen: "Heimat a German Dream". Das zielt auf Emotion, es kann aber auch Konkretes bedeuten;

Viele Menschen denken hier bei uns gleich an die Wälder, an Wiesen, Hügel und Flussläufe, wie an den wunderschönen Lauf der Ennepe. An die Talsperren, an die Kluterhöhle. An die Stadt, die Schulen, die eigenen Kindheitserlebnisse. Die lieblichen verstreuten Ortsteile. Die weitgehend geringe Kriminalität. Den Wohlstand. Ohne Zweifel große Werte!

Oft wissen wir erst in besonderen Lebenssituationen etwas mit dem Begriff Heimat anzufangen. Wir empfinden Heimweh und wir vermissen Heimat, wenn wir länger in der Ferne weilen. Den Vertriebenen und Flüchtlingen nach dem II. Weltkrieg bot sich bei uns eine zweite, eine neue Heimat. So wollen wir auch in der Gegenwart Menschen, die zu uns immigrieren, eine Heimat bieten.

Heimat muss man sich selber aktiv zu Eigen machen. Das gilt auch für die hier Geborenen. Heimat kann nur besitzen, wem etwas an ihr liegt. So auch an der "geistigen Heimat", also dem Ort, an dem wir uns geistig verorten. Lebenswert soll der Ort unserer Heimat sein. Somit ist Heimat eine Aufgabe und Verantwortung für uns Alle.

Der Heimatverein Ennepetal-Milspe e.V. zeigt hier auf seiner Domain (lat. = Herrschaftsbereich) einige Ziele und Aktivitäten, welche Heimat begreifbar machen sollen. Auch die überkommene und existentiell gefährdete eigene "Iämeströater" Mundart spielt darin eine wichtige Rolle.

Einige Links leiten Sie bei Interesse zu den näheren befreundeten Vereinen und dem westfälischen Heimatbund. Bitte stöbern Sie.

Viel Spaß beim Anschauen!