Neue Info-Tafeln auf dem Milsper Friedhof

13.07.2018 14:17

Wer den unteren Teil des Milsper Friedhofes besucht, übersieht schnell zwei Grabstellen, die ein geschichtliches Zeitzeugnis der ehemals selbstständigen Gemeinde Milspe darstellen.

Es handelt sich hierbei um die im Volksmund genannten "Russengräber", wovon sich eines in der Ecke Wilhelmshöher Straße / Esbecker Straße befindet, das zweite am Friedhofseingang Friedensstraße.
Da die dort aufgestellten Gedenksteine in Russisch mit Kyrillischer Schrift verfasst wurden, war man sich im Vorstand Heimatverin Ennepetal-Milspe e.V. schnell einig, bezüglich der beiden Grabstellen aktiv zu werden.

 

Die erste Idee, Hinweisschilder an den beiden Grabstellen auf dem Milsper Friedhof aufzustellen, hatte Theo Bicking, 1. Vorsitzender des Heimavereins Milspe, bereits im Oktober 2016.

Während einer Vorstandssitzung stellte er seine Idee vor und der Vorstand beschloss die Umsetzung.

Diese stellte sich im Laufe der Zeit jedoch schwieriger dar, als gedacht.

Zunächst besorgte man sich aus dem Stadtarchiv eine dort vorliegende Übersetzung der Gedenksteininschriften. Parallel dazu rief der Heimatverein Milspe über Facebook russischsprachige Mitbürger zu einer Übersetzung auf. Ein Mitbürger traf sich im Januar 2017 sogar vor Ort mit einem Vorstandsmitglied. Die nun erhaltenen Übersetzungen wichen teilweise stark von der im Stadtarchiv vorliegenden Übersetzung ab.

Bei einer Ortsbesichtigung mit Bürgermeisterin Imke Heymann und dem zuständigen Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung, Herrn Udo Meurisch, kam man überein, sich zunächst fachmännischen Rat einzuholen.

Im März 2017 fand eine erneute Ortsbesichtigung statt. Dieses Mal waren zusätzlich Vertreter des „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.“ sowie der Bezirksregierung aus Arnsberg anwesend. Alle Anwesenden standen der Idee des Heimatvereins Milspe positiv gegenüber.

Da abweichende Übersetzungstexte vorlagen schlug Wolfgang Held vom „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V“ vor, die Russische Botschaft in Deutschland um eine Übersetzung zu bitten. Den Kontakt zur Botschaft übernahm Herr Held für den Heimatverein Milspe.

 

Erst im August 2017 lag der Übersetzungstext vor.

 

Aufgrund anderer Vorhaben des Heimatvereines kam der Vorstand darüber ein, das Projekt „Russengräber“ in das Frühjahr 2018 zu verschieben.

Schriftführer Klaus Rüggeberg entwarf die beiden Schilder und legte diese der Stadt Ennepetal zur Prüfung und Genehmigung vor. Bedingt durch Landschaftsarbeiten auf dem Milsper Friedhof einigte man sich darauf, die Hinweistafeln erst im Sommer diesen Jahres aufstellen zu lassen.

 

Der Heimatverein Ennepetal-Milspe e.V. bedankt sich bei allen Beteiligten für die Unterstützung bei der Realisierung seines Projektes.

 

Die Präsentation der Schilder, die durch die Fa. WAW Wieberneit aus Ennepetal gefertigt wurden, erfolgte am 13.07.2018.

 

Von links: Bernd Lettermann, Frank Wittig, Theo Bicking, Karl-Heinz Gockel, BM'in Imke Heymann, Astrid Bicking, Manfred Weng, Klaus Rüggeberg

Foto: Hans-Jochem Schulte

 

 Foto: Klaus Rüggeberg