Rege Teilnahme bei Bekieken un beküen in Rüggeberg

11.08.2018 18:50

Großen Anklang fand unsere Veranstaltungsreihe „Bekieken un beküen“, für die dieses Mal ein Spaziergang durch Rüggeberg auf dem Programm stand. Tatkräftige Unterstützung erfuhren wir durch den Heimatverein Rüggeberg e.V., der uns durch das Höhendorf führte.
Der Spaziergang mit Führung begann an der Schule in Rüggeberg, wo durch den Rüggeberger Heimatverein eine der drei ehemaligen Stahlglocken der Rüggeberger Kirche aufgestellt ist. Der 1. Vorsitzende, Friedrich Rothenberg, ging auf Herstellung der Glocke ein. 

 

 

Weiter ging es zur Milchrampe, die sich direkt beim Rüggeberger Lädchen befindet. Milchrampen wurden dazu genutzt, die Milch der Bauern, die in großen Kannen abgefüllt wurden, zentral für die Molkereibetriebe bereit zu stellen. Milchrampen waren überall im Stadtgebiet zu finden.

Der Ehrenvorsitzende des Heimatvereines Rüggeberg, Werner Balke, erklärte anschließend die bewegte Geschichte der Rüggeberger evangelischen Gemeinde. So mussten die Rüggeberger Bürger über Jahrhunderte die Kirche in Schwelm zu allen Anlässen besuchen, was 1825 mit dem Baubeginn der Kirche, die 1827 fertiggestellt wurde, ein Ende fand.

Prof. Dr. Ing Reinhard Döpp vom Industriemuseum, der als Teilnehmer anwesend war, ließ es sich nicht nehmen, spontan ein kleines Orgelspiel aufzuführen, das mit viel Applaus bedacht wurde.

 


Direkt neben der Kirche befindet sich die zweite der drei Stahlglocken. Die dritte Glocke befindet sich in Klášterec nad Ohří (deutsch Klösterle an der Eger, Tschechien) und ist dort noch heute in Betrieb. Als Beweis zeigte uns Friedrich Rothenberg per Tablet einen kleinen Videofilm, in dem das Glockengeläut zu hören war. Auf dem Rüggeberger Marktplatz befindet sich der „Schmittenboom“, der auf die in Schmitten (kleine Schmieden) hergestellten Werkzeuge der acht kleinen Rüggeberger „Stadtteile“ verweist. Direkt daneben befindet sich das Rüggeberger Kriegerdenkmal von 1875, auf dem der gefallenen Rüggeberger Soldaten des 19. und 20. Jahrhundert gedacht wird.

 

 

 

Mitglieder des Heimatvereines Rüggeberg hatten für die zahlreichen Besucher am Haferkasten von 1717 ein kleines Kuchenbuffet aufgebaut. Auf dem Weg zum Haferkasten machten wir noch eine kleine Zwischenstation am alten Rüggeberger Friedhof, auf dem bei Restaurierungsarbeiten ein Grabstein aus dem Jahr 1636 gefunden wurde.

 

 

 

Die Zeit bei Kaffee und Kuchen wurde rege für Gespräche und Anektoten genutzt, wobei uns das herrliche Wetter mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen natürlich sehr gelegen kam. Karl-Heinz Gockel, 2. Vorsitzender des Heimatvereines Milspe, bedankte sich zum Abschluss bei Friedrich Rothenberg für die tatkräftige Unterstützung durch den HV Rüggeberg und für die sachkundige, jedoch locker und humorvoll vorgetragene Führung durch das Höhendorf.

 

 

 

Nach Kaffee und Kuchen bot Friedrich Rothenberg noch einen kleinen Spaziergang zum „aktiven“ Rüggeberger Friedhof an, bei dem er auf die dortigen Besonderheiten hinwies.

Tipp: Sollten Sie Interesse an den Rüggeberger Sehenswürdigkeiten haben, finden Sie an jedem Ausstellungsstück ein Schild mit einem QR-Code, der Sie sofort auf entsprechende Internetseiten weiterleitet.

Eine interaktive Karte mit Liste finden Sie auf der Website des Heimatverein Rüggeberg e.V.

 

Alle Fotos: Klaus Rüggeberg